An dem Suedhang des Ätna, in der Contrada Cantoniera in 1.950 Metern Höhe, liegt die Cantoniera: genau dort wo vor vielen Jahren die ersten Schutzhütten an dem Vulkan errichtet worden sind.
Touristen, Forscher und Experten kamen aus aller Welt nach Nicolosi, auch “Tor des Ätnas “ genannt, von wo aus die Einheimischen mit ihren Eseln, die Essensvorräte und Wasser schleppten, die Besucher bis auf den Vulkan führten. Nach stundenlangen Wegstrecken gelangten sie endlich an die Cantoniera, wo sie eine Rast einlegen konnten, oft auch zur Übernachtung, um dann weiter bis auf eine Höhe von 3.400 Metern zu steigen, wo sie eine wüstenhafte Landschaft vorfanden, voller Rauch und Dämpfe des Vulkans.
Das erste Gebäude der Cantoniera wurde aber schon nach wenigen Jahren vollkommen durch einen Brand zerstört; es wurde jedoch bald wieder errichtet unter dem Namen Cafè Cantoniera und eröffnete auch das eigene Restaurant.
Am 28 März 1983 wurde die Cantoniera durch einen Vulkanausbruch, der 133 Tage dauerte, erneut vollkommen zerstört, und mit dem Gebäude auch viele weitere kleine Bauten und jahrhundertealte Bäume. Nach zwei Jahren ist die Cantoniera auf einem über 50 Meter hohen Lavastreifen von den Besitzern Carone und La Rosa wiederaufgebaut worden.